In meiner Hufpflege-Kundschaft durfte ich nun das erste Mal die lang ersehnten Megasus Horserunners anpassen und somit live erleben. Dieser alternative Hufschutz ließ etwas auf sich warten was die Auslieferung betrifft. Dies werte ich allerdings nicht als negativ, sondern im Gegenteil: das Produkt wurde eingehend getestet und soll seinen Erwartungen gerecht werden. Hier nun mein Bericht von meiner ersten Arbeit mit den Megasus Horserunners.

Das Produkt und die Idee

Für alle, die sie noch nicht kennen einen kurze Vorstellung der Megasus Horserunners. Es handelt sich um einen alternativen Hufschutz für Pferde eine Art Klebebeschlag, der aber beweglich ist und die natürlichen Hufbewegungen des Pferdes nicht stören soll. Der größte Vorteil zu vielen anderen Klebebeschlägen ist, dass man ihn jederzeit selbst wieder abnehmen kann und ihn somit nur verwenden kann, wenn man ihn auch braucht- ähnlich wie bei Hufschuhen. Da ich selbst viele Kaltblüter bearbeite, interessieren mich die Megasus Horserunners besonders, da es diese auch in großen Größen gibt. Ein echtes Manko bei vielen Alternativen zum Beschlag für schwere Pferde. Hier das Video des Herstellers zum Konzept der Horserunners:

 

Das Pferd

Vollblut Wallach, 16 Jahre, seit ca. 2 Jahren ohne Eisen. Ich bearbeiten ihn erst seit Kurzem. Er läuft fühlig, hat eine sehr dünne Sohle und stark unter geschobene Trachten sowie sehr flach auslaufende Wände. In der Vergangenheit wurde einiges versucht. Wir versuchen durch enge Bearbeitungszyklen den Huf wieder in Balance zu bringen. Damit der Bub bzgl. der Fühligkeit Hilfe bekommt, ist ein Hufschutz absolut empfehlenswert. Die Besitzerin hatte sich dazu entschlossen, die Megasus Horserunners zu testen. Da ich bisher selbst noch nicht mit diesem Konzept gearbeitet habe, sondern eher mit Hufschuhen, habe ich mir die Horserunners sehr gerne live und in Farbe angesehen und angepasst. Dazu habe ich mich vorher mit den Empfehlungen des Herstellers befasst und dessen Tutorials angeschaut.

Die Vorbereitung

Im Gegensatz zu Hufschuhen ist bei den Horserunners durchaus einiges zu tun, bevor man sie das erste Mal verwenden kann. Theoretisch ist zwar ein Profi nicht zwingend erforderlich, aber nach meiner ersten Erfahrung muss ich sagen, es empfiehlt sich wirklich dies nicht als Laie selbst zu machen.

Für die Montage der Megasus Horserunners müssen die Hufe ähnlich wie bei anderen Beschlägen vorbereitet werden. Im Gegensatz zu klassischem Beschlag muss aber nicht im Sohlen Bereich manipuliert werden, sondern hier ist nur das gerade Sohlenniveau wichtig. Je optimaler die Hufform desto besser ist der Halt der Clips und somit der Horserunners. Daher ist es essentiell die Hufwände best möglich vorzubereiten. Hier müssen die Oberflächen glatt und gleichmäßg sowie frei von Rissen sein.  Wichtig ist auch die Bearbeitung der Hufkante, hier wird vom Hersteller eine senkrechte Kantenhöhe von ungefähr sieben Milimeter empfohlen. Die Vorbereitung der Horserunners selbst besteht nur aus einem Arbeitsschritt. Anbringen der beiden vorderen Side Clips. Die Horserunners selbst müssen zugeschnitten und mit einem Überstand von 4mm an den Pferdehuf angebracht werden. Beim Klett handelt es sich um Industrieklett, der nicht mit dem, was wir von Textilien her kennen, vergleichbar ist. Dieser muss auch passen auf den Huf zugeschnitten werden.

Die Anpassung und Montage der Megasus Horserunners

In meinem Video könnt Ihr Euch einen Eindruck vom ersten Anpassen der Megasus Horserunners machen. Für die nächsten Anpassungen dieser Art werde ich definitiv mein Equipment aufstocken um die Arbeit zu erleichtern.

Mein Fazit

Mein erster Eindruck von den Megasus Horserunners ist sehr gut. Sie sind leicht, flexibel und qualitativ hochwertig verarbeitet. Zwar ist das Anpassen aufwändiger als bei einem Hufschuh, aber dieser Aufwand ist im Grunde nur beim ersten Mal erforderlich, da danach auch die Horserunners einfach an- und ausgezogen werden können. Ein abschließendes Fazit werde ich aber erst abgeben, wenn ich die nächsten Mal vor Ort war und mich davon überzeugen konnte, wie sie sich im Alltag bewähren und sich auf die Hufentwicklung auswirken. Ich werde dazu definitiv einen weiteren Bericht schreiben, also schaut in den nächsten Wochen wieder vorbei!

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